Potenzprobleme: Ursachen, Symptome & was hilft
Potenzprobleme sind für viele Männer ein schwieriges Thema – darum werden sie oft zu lange ignoriert. Während gelegentliche Schwierigkeiten mit der Erektion erst einmal nicht als Erektionsstörungen gelten, sind regelmäßig auftretende Probleme ernst zu nehmen. Insbesondere dann, wenn die Erektion nicht lange genug anhält oder nicht ausreicht. Durch eine erektile Dysfunktion können die Lebensqualität, das eigene Selbstwertgefühl und natürlich die Partnerschaft leiden.
In schlimmeren Fällen kommt es zu Versagensängsten und zu einem Leistungsdruck, der einfach nicht erfüllt werden kann. Um Angsterkrankungen und mehr vorzubeugen oder diese zu überwinden, muss natürlich eine passende Behandlung angestrebt werden. Selbiges gilt, wenn es sich um körperliche Erkrankungen handelt. Beispielsweise können Schilddrüsenerkrankungen oder Gefäßerkrankungen weitere Auslöser sein.
In unserem Artikel möchten wir Sie darüber informieren, wie genau eine erektile Dysfunktion wahrgenommen und definiert wird. Außerdem erfahren Sie mehr zu den möglichen Ursachen, den ganz klassischen Symptomen und den besten Behandlungsmöglichkeiten.
Hinweis: Um auszuschließen, dass Entzündungen oder Hormonstörungen der Auslöser sind, sollten Sie sich beim Hausarzt oder beim Urologen untersuchen lassen. Die Urologie kann viele körperliche Ursachen ausschließen und mit der Diagnostik weiterhelfen. Weitere Möglichkeiten – wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen – sollten dann von den entsprechenden Fachärzten geprüft werden.
Entstehung und Ursachen von Potenzproblemen
Grundsätzlich können die Potenzstörungen durch körperliche oder psychische Ursachen entstehen. Tatsächlich ist es aber häufiger, dass schlichtweg beide Faktoren Einfluss nehmen. Eine körperliche Störung kann den psychischen Druck massiv erhöhen. Daraus könnten Versagensängste und Depressionen entstehen. Genau diese wirken sich dann logischerweise wieder auf den Körper aus und verschlimmern eventuell das körperliche Problem.
Erektionsschwächen psychischer Natur spielen primär bei jungen Männern eine Rolle. Stress, Ängste, Sorgen, Depressionen und Beziehungsprobleme können die Erregung schwächen. Sollten Sie feststellen, dass die Probleme nur in bestimmten Situationen auftreten, sind vermutlich das Nervensystem und die Psyche beteiligt. Gerade wenn die Schwäche bei der Selbstbefriedigung nicht auftritt, sprechen die Beobachtungen für Impotenz durch Stress und mehr. Hierfür sollte genauso viel Verständnis aufgebracht werden, wie für körperliche Probleme.
Mit zunehmendem Alter werden hingegen die körperlichen Einschränkungen wahrscheinlicher. Besonders häufig treten Durchblutungsstörungen auf. Für eine Erektion muss der Schwellkörper im Penis mit Blut gefüllt werden. Wenn die Blutzufuhr gestört ist oder der Rückfluss zu schnell eintritt, kann die Erektion ausbleiben beziehungsweise zu schnell abflachen.
Ganz klassisch als Ursachen dabei: Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus), Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht. Allerdings können auch Arteriosklerose und ein Bewegungsmangel zu den Symptomen führen. Im Allgemeinen wird ein ungesunder Lebensstil in Verbindung mit den Potenzproblemen gebracht. Drogenmissbrauch, der übermäßige Konsum von Alkohol und grundsätzlicher Tabakkonsum können Auswirkungen haben.
Hinweis: Einige Medikamente können die Potenz beeinflussen. Zur Verbesserung werden logischerweise Potenzmittel genutzt. Einen Abfall der Potenz kann es hingegen aufgrund von beruhigenden Medikamenten wie Antidepressiva und Magen-Darm-Medikamenten geben. Auch, wenn der Testosteronspiegel aus dem Gleichgewicht gebracht wird, verändert sich die Dynamik. Im Allgemeinen gilt Testosteron als wichtiges Hormon in diesem Bezug.
Durchblutungsstörungen im Glied als Warnzeichen
Probleme mit dem Sexualleben und der Sexualität sind übrigens nicht nur für den Partner oder die Partnerin sowie beim Geschlechtsverkehr ernst zu nehmen. Sie können ein Frühwarnsignal für weitere Dinge sein. Da es sich bei den meisten Problematiken um eine unzureichende Funktion der Blutgefäße handelt, könnten allumfassende Gefäß- und Arterien-Erkrankungen folgen. Im Zusammenspiel mit Substanzen (Tabak, Alkohol, weitere Drogen und mehr) kann das Risiko erhöht werden.
Sofern größere Schwierigkeiten medizinisch ausgeschlossen werden können, greifen viele Männer erst einmal zu den konservativen und medikamentfreien Therapien. Dazu gehören Erektionshilfen, die durch ein Vakuum beziehungsweise Unterdruck für mehr Blutzufuhr sorgen können. Bei regelmäßiger Anwendung zeigt diese Behandlung zum Beispiel nach einer Prostataentfernung gute Ergebnisse! In Kombination mit Erektionsringen kann ein kurz- und langfristiger Effekt erzielt werden. Für die passenden Produkte in Top-Qualität können Sie sich gerne in unserem Onlineshop umsehen. Unsere Experten helfen auf Anfrage bei der Auswahl.
Körperliche und psychische Ursachen unterscheiden
Ob die erektilen Dysfunktionen und Erektionsprobleme psychisch bedingt oder körperlich entstanden sind, kann man anhand einiger Hinweise relativ gut erkennen. Am Ende sollten Sie sich aber trotzdem mit einem Arzt zur Diagnose auseinandersetzen. Da die Männergesundheit im Bereich Potenz und Potenzmittel bereits weit ausgebaut wurde, finden sich für nahezu alle Fälle gute Lösungen!
Betroffene sollten sich zuerst einmal fragen: Wann treten die Symptome auf? Ein simpler Selbsttest ist dabei die Selbstbefriedigung. Wenn diese nicht normal möglich ist und nächtlich auftretende Erektionen ausbleiben, ist eine körperliche Untersuchung angebracht. Psychische Gründe sind hingegen wahrscheinlicher, wenn Faktoren wie körperliche Nähe, Belastungen jeglicher Art und bestimmte andere Situationen die Potenzstörungen auslösen.
Gedanken über eigene Unfähigkeit und Ähnliches können die Durchblutung hemmen. Insbesondere, wenn das Umfeld zusätzlich einen druckaufbauenden Einfluss ausübt, können selbst bei einer gesunden Lebensweise Probleme auftreten.
Körperliche Untersuchungen und psychische Betreuung bei Potenzproblemen
Wenn Sie wiederholt Hemmungen und Störungen feststellen, sollten Sie zunächst mit dem Urologen sprechen. Dieser kann den Verdacht auf Blutgefäß- und Durchblutungsstörungen bestätigen oder verneinen. Die Diagnostik sieht zuerst ein vertrauliches Gespräch vor. Bei diesem wird oft über die Beziehung, über das Gewicht und über andere Umstände gesprochen. Untersuchungen zeigen dann, ob beispielsweise ein Blutdruckabfall auffällt oder ob Sie einen Bluthochdruck besitzen. Vorerkrankungen, die regelmäßige Ausübung eines Sports und andere Aspekte Ihres Lebens werden abgefragt.
Klassisch für körperliche Tests sind folgende Werte und Körperbereiche:
- Blutdruckwerte
- Gefäßstatus
- Pulsmessung
- Geschlechtsorgane
- Prostata
- Blutfettwerte
- Ultraschalluntersuchung des Penis
- Schwellkörperinjektionstest
- Messung der nächtlichen Erektionen
Natürlich werden auch die Peniswurzel, die Harnröhre und der Hodensack untersucht. In einigen Fällen wird so zügig ein Problem mit dem Beckenboden festgestellt. Über gezieltes Beckenbodentraining können Sie sich schnell weiterhelfen.
Erektionsfähigkeit verbessern und Potenzprobleme auflösen
Logischerweise richtet sich die Behandlung der Probleme immer nach der Ursache. Teils werden Medikamente eingestellt. In anderen Situationen wird hingegen auf eine gesündere Lebensweise verwiesen. Es gibt auch die Option der Sexual- und Psychotherapie. Offene Gespräche mit der eigenen Partnerin oder dem eigenen Partner sind bei Hemmungen wichtig.
Weiterhin gibt es Vakuumtherapien. In diesen wird durch eine Vakuumpumpe die Blutzufuhr im Schwellkörper verbessert. Medizinische Penispumpen für diesen Zweck finden Sie bei uns. Sie sind simpel einsetzbar und können – je nach Modell – manuell oder automatisch verwendet werden. Manuell funktioniert das Manual Erection System. Für automatische Funktionen sollten Sie auf das Active Erection System setzen. Mehr zu diesen Hilfen erfahren Sie in unserem Shop.
Medikamente gegen Erektionsstörungen
Bei der medikamentösen Behandlung werden am häufigsten PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) eingesetzt. Optionen wie Sildenafil, Vardenafil und Avanafil verbessern die Durchblutung im Penis. Dabei sorgen sie nicht für eine gesteigerte Libido, aber unterstützen den körperlichen Ablauf der Erektion. Bei Nervenschädigung und nach einem Schlaganfall können sie weiterhelfen.
Hinweis: PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig. Nebenwirkungen und Kontraindikationen müssen beachtet werden. Eine gleichzeitige Einnahme von Nitrat-Präparaten wird nicht empfohlen. Bitte verwenden Sie keine unerprobten Potenzmittel!
Therapien und Behandlungen ohne Medikamente
Wenn Tabletten nicht infrage kommen oder nicht ausreichend wirken, gibt es weitere Optionen. Dazu zählt die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT). Sie sieht vor, dass Wirkstoffe mit längerer Wirkdauer direkt in den Schwellkörper eingespritzt werden. Die Wirksamkeit dieser Stoffe kann alternativ über die Harnröhre genutzt werden. Dabei handelt es sich um das MUSE-System. Sehr erfolgreich kann obendrein die bereits erwähnte Therapie per Vakuum sein.
Bei Testosteronmangel kann eine Therapie mit dem Hormon genutzt werden. Sollte keine der bereits erwähnten Optionen funktionieren, werden Operationen wie Penisprothesen in Betracht gezogen. Hier sind semirigide und hydraulische Modelle verfügbar.
Zusammenfassung: Potenzprobleme richtig verstehen und lösen
Sie sollten eine zügige Abklärung anstreben, wenn Ihnen Potenzprobleme auffallen. Schließen Sie so eine Gefäßerkrankung aus und lassen Sie sich auf andere Krankheiten testen. Beispielsweise könnten Lebererkrankungen oder Nervenstörungen die Ursache sein. Sobald die Diagnose feststeht, sollten entsprechende Hilfsmittel ausgewählt werden. Dabei kann es sich um Pumpen, Ringe oder Medikamente sowie vieles mehr handeln. Oftmals sind auch psychologische Behandlungen ein Schritt in die richtige Richtung.
Eine gute Basis für langzeitig stabile Geschlechtshormone, einen gesunden Blutzucker und einen intakten Stoffwechsel ist natürlich ein gesunder Lebensstil. Orientieren Sie sich an einer ausgewogenen Ernährung wie der mediterranen Diät und reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Weitere Risikofaktoren, die Venen und Nerven im gesamten Körper schädigen könnten, sollten selbstverständlich ebenfalls umgangen werden.