Inkontinenz – wenn die Blasenkontrolle nachlässt
Die Inkontinenz ist ein Thema, über das viele Betroffene nur ungern sprechen. Dabei betrifft die Erscheinung in verschiedensten Formen ganze Millionen von Menschen. Der Kontrollverlust über die eigene Blase fühlt sich zuerst verunsichernd und für viele peinlich an. Das muss aber nicht sein. Die Inkontinenz ist tatsächlich so häufig, dass es mittlerweile viele gute Optionen zur Behandlung und Therapie gibt – und Foren, in denen Sie sich austauschen können.
Vielleicht sind es zunächst nur ein paar Tropfen beim Husten. Möglicherweise ist es ein plötzlicher, starker Harndrang, der kaum Zeit lässt, zu reagieren. Egal, wie genau es ist – Sie sind mit den Symptomen und Problemen nicht alleine und müssen nicht einfach damit leben. Da es sich um ein medizinisches Symptom handelt und nicht um ein unangenehmes Schicksal, können Sie sich selbst helfen und auf die Unterstützung von Therapeuten sowie Ärzten vertrauen.
In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Erkrankung und darüber, wie Sie dem Urinverlust vorbeugen können. Zudem erhalten Sie alle wichtigen Hintergrundinfos zu den Inkontinenzformen und vieles mehr. Lassen Sie sich bei der Suche nach passenden Hilfsmitteln gerne von uns unterstützen. In unserem Onlineshop finden Sie sowohl als Frau als auch als Mann genau die richtigen Produkte. Unsere Experten helfen Ihnen weiter.
Wie sich Inkontinenz äußert

Die Beschwerden können ganz unterschiedlich aussehen. Manche Menschen verlieren Urin bei körperlicher Belastung – beim Lachen, Niesen oder Heben zum Beispiel. Andere erleben plötzlich auftretenden, intensiven Harndrang. Dieser kann so stark sein, dass ein Verhindern des Urinverlustes kaum bis gar nicht möglich ist.
Etwas weniger bekannt, aber genauso zugehörig, sind Symptome wie häufiges Wasserlassen, nächtliches Aufstehen, um den Toilettengang zu erledigen, und das Gefühl einer immer vollen Blase. Bei starken Schmerzen und einem brennenden Gefühl beim Urinieren handelt es sich hingegen fast immer um Harnwegsinfekte! Diese müssen bei Männern medizinisch behandelt werden, bei Frauen können sie teils natürlich ausheilen. Ein Arztbesuch ist bei Schmerzen aber immer wichtig.
Hinweis: Sie haben das Gefühl, dass die Fähigkeit, den Urin einzuhalten, seit Kurzem nachlässt? Prüfen Sie, ob Sie möglicherweise an einem höheren Stresslevel als sonst leiden. Die Stressinkontinenz ist in jedem Alter möglich und wird durch psychische Faktoren beeinflusst. Die Diagnostik kann zuverlässig vom Mediziner übernommen werden.
Häufigkeit und Formen der Harninkontinenz
Die Harninkontinenz ist weiter verbreitet als die sogenannte Stuhlinkontinenz. Letztere beschreibt das Nachlassen des Schließmuskels und den Abgang von Stuhlgang. Bei der Blasenschwäche beziehungsweise Urininkontinenz können verschiedene Ursachen gefunden werden. Die Risiken und Formen variieren ebenfalls. Um genau diese soll es jetzt gehen.
Bei Herren sind Prostataoperationen und natürliche Veränderungen der Prostata der häufigste Entstehungsgrund. Bei Damen sind hingegen Schwangerschaft, Geburt und Hormone oft die größten Problematiken. Natürlich gibt es aber auch andere Optionen, wie zum Beispiel das zunehmende Risiko bei höherem Alter. In der Regel ist die Blasenschwäche behandelbar und kann durch simple Behandlungsmethoden stark verbessert oder sogar vollständig ausgemerzt werden.
Ursachen und Risiken für Blaseninkontinenz
Ihre Blase arbeitet natürlich nicht alleine. Sie ist ein Bestandteil eines Systems aus Muskeln, Bindegewebe und Nerven. Zudem wird sie durch hormonelle Veränderungen beeinflusst. Sobald ein einzelner Baustein aus dem Gleichgewicht gerät, kommt das gesamte System ins Schwanken. Oft wird dann zuerst eine Untersuchung der Blase veranlasst.
Grundsätzlich gibt es aber viele Dinge, die eine Ursache darstellen können. Sie finden in den folgenden Abschnitten mehr darüber heraus, welche Risiken es gibt und was die Blasenentleerung ganz ohne dramatische Erkrankung beeinflussen kann.
Hinweis: Nur selten sind schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose oder ein neurologisches Problem die Auslöser für die Schwäche der Blasenmuskulatur. Sie können also in aller Ruhe zu Ihrem Arzt gehen und sich über die vorliegende Inkontinenzform informieren!

Beckenboden und Beckenbodenmuskulatur
Im Grunde trägt Ihr Beckenboden im Inneren Ihre Organe wie eine Hängematte. Wird diese geschwächt, kann der Druck der Organe nicht mehr korrekt abgefangen werden. Dann wird die Blase gedrückt und es kann bei Belastung zu einem Urinverlust kommen. Das gezielte Training des Beckenbodens kann schnelle und nachhaltige Verbesserungen bewirken! Sie sollten also definitiv mit einem Physiotherapeuten sprechen.
Beckenbodentraining ist dabei sowohl für Männer als auch für Frauen machbar. Männer können sich während des Trainings gegen die Inkontinenz mit einer Inkontinenzklemme absichern, die die Harnröhre sanft verschließt. Frauen sollten zum Beispiel auf unsere hochwertige waschbare Damen Inkontinenz Unterwäsche setzen.
Nerven und Stress
Die Blasenfunktion wird über fein abgestimmte Nervenbahnen gesteuert. Stress, chronische Anspannung oder neurologische Störungen können dieses System aus dem Gleichgewicht bringen. Ein überreizter Blasenmuskel führt zu plötzlichem Harndrang. Dabei muss die Blase überhaupt nicht gefüllt sein.
Sollten Sie also momentan viele Dinge im Kopf haben und sich in einem gestressten Zustand befinden, kann dieser der Auslöser sein. Übrigens würden Isolation und die Ansicht als „Tabuthema“ dieses Problem vermutlich verschlimmern. Gehen Sie offen damit um und sprechen Sie die Problematik beim Mediziner an.
Verstopfungen und Blockaden
Eine Verstopfung kann bei jedem auftreten. Durch die erhöhte Anstrengung des Darms und den angestauten Darminhalt kann es zu einer Blasenschwäche kommen. Bei Männern spielt oftmals eine vergrößerte Prostata eine wichtige Rolle. Sie kann den normalen Harnfluss vermeiden und ein Nachtröpfeln auslösen. Die Tröpfcheninkontinenz ist weniger offensichtlich, kann aber vom Patienten durch feuchte Stellen in der Unterwäsche wahrgenommen werden.
Nervenschäden und neurologische Erkrankungen
Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose, Diabetes oder Schlaganfälle können die Nervensteuerung der Blase beeinträchtigen. Auch Rückenmarksverletzungen oder Operationen im Beckenbereich sorgen gelegentlich für eine anschließende Schwäche der Blase. Sie sollten in diesem Fall die Nutzung von Hilfsmitteln, wie Sie sie in unserem Shop in Top-Qualität finden, in Betracht ziehen.
Medikamente, Alkohol und Koffein
Auch der Konsum von Medizin und Drogen sowie Alkohol oder Koffein kann die Blase beeinflussen. In einigen Fällen – wenn Sie etwa nächtliche Inkontinenz feststellen – sollten Sie die Trinkgewohnheiten im Blick behalten. Manchmal reicht es bereits aus, am Abend doch ein Glas zu viel Wasser zu trinken, und schon ist nächtliches Aufstehen vorprogrammiert. Sie können dafür ein Tagebuch führen oder einfach einmal darauf achten, wie viel Sie am Tag und wann Sie am Tag trinken.

Überblick über häufige Formen der Urininkontinenz
Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz – und nicht jede Form der Blasenschwäche muss ein ernsthaftes Problem darstellen! Sie finden hier die häufigsten Formen der Harninkontinenz und können sich über deren Entstehung und Symptome informieren. Bitte suchen Sie trotzdem Ihren Arzt auf. Dieser kann die Situation besser einschätzen und Ihnen oft direkt weiterhelfen!
Belastungsinkontinenz
Beim Husten, Niesen und beim Sport treten Belastungen auf. Sie können zu einer Belastungsinkontinenz führen, die meistens durch eine schwache Muskulatur hervorgerufen wird. Der Harnverlust kann hierbei schwach oder stark sein. Oft reicht es aus, die Muskulatur zu stärken und für mehr Kontrolle über die Blase zu sorgen. Die Möglichkeiten enden aber nicht beim Training des Beckenbodens. Lassen Sie sich von einem Therapeuten beraten.
Dranginkontinenz
Die sogenannte Dranginkontinenz sorgt für einen starken Harndrang, der faktisch nicht haltbar ist. Bei diesem Drang zieht sich die Harnblase krampfartig zusammen. Das sorgt dafür, dass Betroffene meist keine Chance haben, rechtzeitig den Toilettengang anzutreten. Darum sind saugfähige Windeln hier bedeutungsvoll.
Mischinkontinenz
Regelmäßig und oft mit dem Verlust von einer Blasenfüllung einhergehend – die Mischinkontinenz. Sie kombiniert Symptome und Probleme der Belastungs- und Drangform. Somit kann sie die Lebensqualität massiv einschränken. Damit Ihnen diese Form nicht täglich zum Gegner wird, können Sie auch hier auf gute Hilfsmittel zurückgreifen. Insbesondere die Männer haben hier einen Vorteil. Nutzen Sie zum Beispiel eine Dribblestop Inkontinenzklemme oder ein Prosecca Band aus unserem Shop. Diese verschließen die Harnröhre mit sanftem Druck und sind zuverlässig.
Überlaufinkontinenz
Sobald sich die Blase füllt und Sie Urin abgeben, das Gefühl der vollen Blase aber nicht verschwindet, handelt es sich mehrheitlich um eine Überlaufinkontinenz. Dabei kommt es zum ständigen Tröpfeln und der Abfluss des Harns ist gestört. Auch hier können Optionen aus unserem Shop weiterhelfen – etwa die Uriclak Inkontinenzklemme. Sie finden aber natürlich auch für Frauen die richtigen Lösungen!
Funktionelle Inkontinenz
Hier funktioniert die Blase an sich, doch Mobilitätseinschränkungen oder kognitive Probleme verhindern, rechtzeitig die Toilette zu erreichen. Gerade in diesen Fällen sollten Sie als Angehöriger oder Pflegender unbedingt zu Hilfsmitteln greifen. Sie können sich und den Betroffenen das Leben stark erleichtern, wenn Sie auf saugstarke Unterlagen und mehr setzen. Dabei sind beispielsweise auch Inkontinenzprodukte zum Schutz der Matratze nützlich.
Absolute Inkontinenz
Die absolute Inkontinenz ist eine der wenigen Formen, die sich aufgrund anatomischer Probleme nicht wirklich verbessern lässt. Sie tritt jedoch fast immer früh im Leben auf und die Betroffenen lernen, mit der Einschränkung erfolgreich und sicher zu leben. Die Anatomie ist dabei oft so eingeschränkt, dass auch andere Körperfunktionen nicht korrekt oder gar nicht funktionieren.

Klassische (Früh)Symptome für Inkontinenz
Sie bemerken im Moment noch keine ganz klaren Symptome, würden sich aber gerne versichern? Dann hilft ein Besuch beim Hausarztes. In der Regel sind die ersten Symptome der Schwächen ein ungewollter Urinverlust in kleiner Menge und ein Nachträufeln. Prinzipiell können aber ein starker Harndrang, ein Gefühl der immer noch gefüllten Blase und ein nächtliches Wasserlassen auftreten. Notieren Sie sich Ihre Beobachtungen und bringen Sie Ihre Notizen mit zum Termin.
Diagnose und erste Schritte
Eine gründliche Anamnese, Urinuntersuchungen und gegebenenfalls spezielle Blasenfunktionstests helfen, die Ursache zu klären. Dabei steht Ihnen medizinisches Fachpersonal zur Seite, das Sie berät und unterstützt! Anschließend können Hilfsmittel ausgewählt und Therapien besprochen sowie ausprobiert werden. Oft werden mehrere Angebote miteinander kombiniert.
Behandlungsmethoden und Hilfe finden
Ob konservativ oder therapeutisch – die Inkontinenz lässt sich oftmals gut behandeln. Sie sollten immer mit geeigneten Fachärzten und Therapeuten zusammenarbeiten. Dabei können Sie sowohl als Frau als auch als Mann viel für sich selbst tun. Passen Sie Trinkgewohnheiten an, beginnen Sie das Training des Beckenbodens oder lassen Sie sich zur Gewichtsreduktion beraten. Weiterhin gibt es für schwerere Fälle auch Medikamente sowie Operationen, die helfen können.
Die passenden Unterstützungen und Hilfsmittel finden Sie immer in unserem Sortiment online. Sie sollten sich dort in Ruhe umsehen und bei Fragen auf uns zukommen. Wir empfehlen, einen kurzen Blick auf unsere Inkontinenzprodukte für Männer und die Inkontinenzprodukte für Frauen zu werfen. Unsere Experten helfen Ihnen kostenfrei und professionell weiter!