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Beckenbodentraining bei Inkontinenz

 

Beckenbodentraining bei Inkontinenz: Ein umfassender Leitfaden

Einleitung

Beckenbodentraining bei Inkontinenz ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Menschen, die unter Blasenschwäche leiden. In diesem Artikel werden wir die Bedeutung des Beckenbodens, die verschiedenen Formen der Inkontinenz und die wirksamsten Übungen zur Stärkung des Beckenbodens besprechen. Wir werden auch darauf eingehen, wie Sie diese Übungen in Ihren Alltag integrieren können, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Wer sollte seinen Beckenboden trainieren?

Beckenbodentraining ist für alle Menschen wichtig, insbesondere jedoch für Frauen nach der Geburt, in den Wechseljahren und für Menschen, die an Inkontinenz leiden. Auch Männer können von einem starken Beckenboden profitieren, insbesondere nach einer Prostataoperation.

Hilft Beckenbodentraining bei Blasenschwäche?

Beckenbodentraining ist eine bewährte Methode zur Behandlung von Blasenschwäche, auch bekannt als Inkontinenz. Durch gezielte Übungen können die Muskeln des Beckenbodens gestärkt werden, was wiederum die Kontrolle über die Blase verbessert. Studien haben gezeigt, dass regelmäßiges Beckenbodentraining bei vielen Frauen und Männern die Symptome der Inkontinenz signifikant reduziert.

Diagnose der Harninkontinenz bei Frauen

Die Diagnose der Harninkontinenz beginnt in der Regel mit einer detaillierten Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Ihr Arzt wird Sie nach Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und möglichen Auslösern der Inkontinenz fragen. Zu den diagnostischen Verfahren können gehören:

  • Blasentagebuch: Hierbei notieren Sie über mehrere Tage hinweg Ihre Trinkgewohnheiten und die Häufigkeit des Wasserlassens.

  • Urodynamische Tests: Diese Tests messen, wie gut die Blase und die Harnröhre funktionieren.

  • Ultraschall: Ein Ultraschall kann genutzt werden, um die Blase und andere Strukturen im Beckenbereich zu betrachten.

Belastungsinkontinenz beim Husten, Niesen oder Lachen

Belastungsinkontinenz tritt auf, wenn die Beckenbodenmuskulatur und die Bänder, die die Blase unterstützen, geschwächt sind. Diese Form der Inkontinenz ist besonders häufig bei Frauen nach der Geburt und in den Wechseljahren. Durch gezieltes Beckenbodentraining können Sie die Muskulatur stärken und so die Symptome lindern.

Beckenboden trainieren

Um Ihren Beckenboden zu trainieren, stellen Sie sich zunächst hüftbreit auseinander und spannen Sie den Beckenboden an. Halten Sie die Spannung für ein paar Sekunden und lassen Sie dann los. Wiederholen Sie diese Übung dreimal täglich für optimale Ergebnisse.

Dranginkontinenz durch überaktive Blase

Dranginkontinenz wird oft durch eine überaktive Blase verursacht, die sich plötzlich und ohne Vorwarnung zusammenzieht. Beckenbodentraining kann auch hier hilfreich sein, da es die Kontrolle über die Blase verbessert und die Häufigkeit von Drangepisoden reduziert.

Übung 1: Becken kippen

Diese Übung hilft, die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren und zu stärken. Legen Sie sich auf den Rücken, die Knie angewinkelt und die Füße flach auf dem Boden. Kippen Sie das Becken leicht nach oben und spannen Sie dabei den Beckenboden an. Halten Sie die Position für einige Sekunden und kehren Sie dann in die Ausgangsposition zurück. Wiederholen Sie die Übung mehrmals.

Behandlung der Dranginkontinenz

Neben dem Beckenbodentraining gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten für die Dranginkontinenz. Diese können Medikamente zur Beruhigung der überaktiven Blase, Verhaltensänderungen wie Blasentraining und in einigen Fällen auch chirurgische Eingriffe umfassen.

Übung 2: Aktiv sitzen

Setzen Sie sich auf einen Stuhl, die Füße flach auf dem Boden. Spannen Sie den Beckenboden an und heben Sie leicht die Füße vom Boden ab. Halten Sie die Spannung für einige Sekunden und entspannen Sie sich dann. Diese Übung kann leicht in den Alltag integriert werden und hilft, den Beckenboden zu stärken.

Selbsthilfe durch Beckenbodentraining im Alltag

Regelmäßiges Beckenbodentraining ist der Schlüssel zur Stärkung Ihrer Muskulatur und zur Linderung der Inkontinenzsymptome. Versuchen Sie, die Übungen dreimal täglich durchzuführen und sie in Ihre tägliche Routine zu integrieren.

Übung 3: Knie wippen

Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie die Füße flach auf den Boden, die Knie sind angewinkelt. Wippen Sie leicht mit den Knien nach außen und zurück, während Sie den Beckenboden anspannen. Diese Übung hilft, die Muskeln zu aktivieren und zu stärken.

Was ist der Beckenboden und wo genau sitzt er?

Der Beckenboden ist eine Gruppe von Muskeln und Bändern, die das Becken stützen und die Blase, den Darm und die Gebärmutter bei Frauen kontrollieren. Diese Muskulatur spielt eine entscheidende Rolle bei der Kontinenz und der Unterstützung der inneren Organe.

Übung 4: Zwischendurch entspannen

Nehmen Sie sich mehrmals am Tag eine kurze Pause, um den Beckenboden bewusst zu entspannen und dann wieder anzuspannen. Diese kurzen Intervalle helfen, die Muskulatur zu stärken und die Kontrolle zu verbessern.

Übung 5: Zehen heben

Setzen Sie sich auf einen Stuhl, die Füße flach auf dem Boden. Heben Sie die Zehen an und spannen Sie gleichzeitig den Beckenboden an. Halten Sie die Spannung für einige Sekunden und entspannen Sie sich dann. Diese Übung kann leicht in den Alltag integriert werden und hilft, die Muskulatur zu stärken.

Welche Vorteile hat ein gutes Beckenbodentraining?

Ein starkes Beckenbodentraining bietet viele Vorteile, darunter:

  • Verbesserte Kontinenz: Stärkere Muskeln helfen, die Blase besser zu kontrollieren.

  • Bessere Haltung: Ein kräftiger Beckenboden unterstützt die Wirbelsäule und verbessert die Körperhaltung.

  • Erhöhte sexuelle Gesundheit: Stärkere Beckenbodenmuskeln können zu einer besseren sexuellen Funktion beitragen.

  • Vorbeugung von Beckenbodenschwäche: Regelmäßiges Training kann Problemen wie Beckenbodensenkung vorbeugen.

Übung 6: Rücken rollen

Legen Sie sich auf den Rücken, die Knie angewinkelt und die Füße flach auf dem Boden. Rollen Sie langsam den Rücken Wirbel für Wirbel nach oben, während Sie den Beckenboden anspannen. Halten Sie die Position für einige Sekunden und rollen Sie dann langsam wieder zurück. Diese Übung stärkt nicht nur den Beckenboden, sondern auch die Rückenmuskulatur.

Fazit

Beckenbodentraining ist eine effektive Methode zur Behandlung von Inkontinenz und zur Verbesserung der Lebensqualität. Durch regelmäßige Übungen können Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur stärken, die Kontrolle über Ihre Blase verbessern und Ihre allgemeine Gesundheit fördern. Integrieren Sie die beschriebenen Übungen in Ihren Alltag und profitieren Sie von den zahlreichen Vorteilen eines starken Beckenbodens.