Inkontinenz nach Prostata-OP – Hilfe nach der Prostatektomie

Prostata-Operationen sind für Männer eine schwierige Angelegenheit – nicht nur, weil es zu einer Inkontinenz nach einer Prostata-OP kommen kann! Auch der Eingriff an sich und weitere Folgen werfen oftmals Fragen auf. Darum können Sie sich in aller Ruhe hier bei uns informieren, wie es um die Nachwirkung und Inkontinenz steht.

Ein ungewollter Urinverlust kann den Alltag einschränken und belasten. Gerade dann, wenn die Blasenschwäche bei jüngeren Männern auftritt. Die gute Nachricht: Eine zeitweilige Blasenschwäche ist nach einem Eingriff an der Prostata sehr häufig und erst einmal nicht bedenklich. In den meisten Fällen verbessert sich das Problem nur wenige Wochen nach der Operation spürbar. Nur einige Monate später sind viele Patienten beschwerdefrei und nicht mehr auf Hilfsmittel angewiesen. Sie sollten sich also erst einmal keine großen Sorgen machen. Ihr Körper ist fähig, leichte Nebenwirkungen selbst zu beheben.

Hinweis: Nur in den wenigsten Fällen verbleibt die Inkontinenz. Sie werden von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufgeklärt. Sollte das Problem bestehen bleiben oder das Risiko auf eine langfristige Blasenschwäche hoch sein, ist das aber ebenfalls kein unlösbarer Punkt. Heutzutage sind viele Hilfestellungen verfügbar, die Sie täglich begleiten können.

Prostata-Operation und Inkontinenz – Ursachen & Symptome

Symbolhaftes Darstellung mit Wasserglas vor Hose für Inkontinenz nach Prostata-OP

Die Gründe für eine Inkontinenz nach der Operation an der Prostata sind vielfältig. Primär liegt es jedoch an der natürlichen Anatomie des Mannes. Die Prostata sitzt unterhalb der Harnblase und umschließt einige Abschnitte der Harnröhre. Bei der Radikalentfernung werden neben der Prostata fast immer auch ein Teil der Harnröhre und des inneren Blasenschließmuskels entfernt. Danach übernimmt der äußere Schließmuskel die Arbeit und verschließt die Harnröhre.

Da der äußere Muskel nicht auf diese alleinige Aufgabe vorbereitet ist, kann eine Muskelschwäche auftreten. Der Urin wird nicht zuverlässig gehalten und es kann zum Verlust von Tropfen oder Blasenfüllungen kommen. Mit der Zeit ist es wahrscheinlich, dass die Muskulatur stärker wird und dann wieder sicher funktioniert.

Weiterhin verteilt sich die Belastung durch den Eingriff auf das umliegende Gewebe, die Blase und die Harnröhre. Oft tritt genau deshalb nach dem Ziehen des Katheters ein Blasendrang auf, der nur schwer kontrollierbar ist. Die postoperative Inkontinenz tritt dabei nicht nur bei Vollnarkose auf. Minimalinvasive Verfahren können diese Nebenwirkung genauso hervorrufen.

Formen der Inkontinenz nach Prostata-OP

Der Urinabgang und -verlust werden nach Formen unterteilt. Sie treten dabei aus unterschiedlichen Gründen auf. Beispielsweise ist es möglich, dass die sogenannte Belastungsinkontinenz im Alter auftritt – oder eben nach einer Operation. Die Therapie richtet sich nach der Ursache für den Urinverlust. Wenn Ihre Harninkontinenz etwa durch die Entfernung der Prostata zustande kommt, hilft es nicht, Nerven zu behandeln. Stattdessen wird auf Behandlungsmöglichkeiten wie Beckenbodentraining und Ähnliches gesetzt.

Die zwei häufigsten Arten der Beschwerden haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Tipp: Fast alle Formen der Schwächung können durch eine stabile Beckenbodenmuskulatur verbessert werden. Zusätzlich kann die Sexualfunktion durch das Beckenbodentraining stabilisiert werden. Im Allgemeinen ist eine Verbesserung der Muskulatur im unteren Rücken- sowie Unterbauchbereich sehr empfehlenswert!

Belastungsinkontinenz

Am häufigsten handelt es sich nach einer Prostata-OP um eine Belastungsinkontinenz. Dabei gehen hauptsächlich bei körperlicher Belastung kleine Urinmengen verloren. Klassische Situationen hierfür sind das Husten, Niesen, Lachen und Heben. Auf Dauer kann diese Form die Lebensqualität einschränken. Der Harnverlust beim Lachen und Sport ist für viele Männer sehr unangenehm. Glücklicherweise lässt sich diese Form durch korrekte Nachsorge gut behandeln. In einigen Fällen schlägt die Behandlung so gut an, dass sich das Problem auflöst!

Dranginkontinenz

Eine Dranginkontinenz kann ebenfalls vorkommen, ist in diesem Zusammenhang aber seltener und oft eher vorübergehend. Sie wird durch die Reizung der Blase und der Harnröhre verursacht. Das urplötzliche Auftreten eines starken Harndrangs und das sofortige Wasserlassen sind klare Symptome. Diese Dysfunktion der Blase ist für Betroffene schwer zu ertragen. Da die Blasenfunktion hier schlagartig versagt, trauen sich viele Personen nicht mehr aus dem Haus. Durch moderne Inkontinenzprodukte ist das aber nicht notwendig.

Beispielsweise kann die Blasenkontrolle von einer Inkontinenzklemme aus unserem Shop übernommen werden. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine Klemme, die die Harnröhre von außen sanft zudrückt. So können Einschränkungen besser umgangen werden. Der Blasenausgang ist in diesem Fall weiterhin schwach, doch das Schließen der Harnröhre verhindert den Urinaustritt sicher.

Mann sitzt da mit Inkontinenz nach Prostata-OP

Zeitraum und Dauer der Post-OP-Inkontinenz

Die Dauer der Schwäche ist ein individuelles Thema. Viele Männer können durch die richtige Unterstützung schnell wieder von einem Leben ohne Beschwerden profitieren. Die verwendete Methode bei der Operation, der individuelle Heilungsverlauf und der Zustand des Beckenbodens spielen wichtige Rollen. Sie können sich eine Einschätzung des Operateurs einholen – alternativ können Sie von der durchschnittlichen Dauer ausgehen. Diese umfasst einen Zeitraum von rund 6 Monaten.

Hinweis: Laut verschiedenen Studien zeigt etwa drei Monate nach dem Eingriff noch rund jeder zweite Mann Symptome. Sieht man sich die Symptome nach 18 Monaten an, zeigen nur noch 4 bis 21 von 100 Männern eine Auffälligkeit. Die Besserung der Beschwerden ist somit häufig. Trotzdem ist eine dauerhafte Schwäche möglich.

Hilfsmittel und Maßnahmen gegen Inkontinenz nach OP

Unabhängig davon, ob wegen Prostatakrebs oder einer Entzündung operiert wurde, ist die frühzeitige Rück- und Ausbildung der Muskulatur entscheidend. Zeitnah begonnenes Schließmuskeltraining und die Stärkung des Beckenbodens sind notwendig. Das Ziel hinter diesem Training ist so simpel wie wirkungsvoll: Das verbleibende Muskulatursystem soll so stark wie möglich werden.

Zusätzlich werden Blasentraining, Biofeedback und Elektrotherapie genutzt. Die Stimulation durch Elektro- oder Magnetfeldtherapie kann die Steuerung der Blase verbessern. Modernes Biofeedback sorgt hingegen dafür, dass Sie die Anspannung der Muskeln besser spüren können. Bei Drangbeschwerden kommen zudem Medikamente infrage.

Geduld und Beständigkeit – die besten Hilfsmittel

Gespräch mit Arzt über Inkontinenz nach Prostata-OP

Insbesondere bei einer anschließenden Strahlentherapie, die meist durch ein vorangegangenes Prostatakarzinom notwendig wird, sind Geduld und Beständigkeit wichtig. Ihr Körper benötigt Zeit, Ruhe und kontinuierliche Pflege, um zügig wieder fit zu werden. Alle Behandlungen (vorrangig Muskeltraining) sollten regelmäßig, aber nicht zu intensiv, durchgeführt werden. Sollten Sie Schmerzen bei den Übungen verspüren, müssen diese abgebrochen werden.

Hinweis: Die Psyche darf nicht vergessen werden. Ihr Einfluss auf den Verlauf ist keine Seltenheit. Wenn Sie durch die psychische Belastung eines Tumors, einer Prostatavergrößerung oder einer Prostatakrebsbehandlung gekämpft haben, sollte die Behandlungsmethode auch die innere Stärkung abdecken. Wenden Sie sich mit Ihren Gefühlen und Gedanken an Ihren Arzt oder an einen Therapeuten. Schwierige Situationen dürfen gemeinsam gelöst werden.

Optionen für langfristige Inkontinenz nach Prostata-OP

Während der Erholungsphase können Einlagen, Vorlagen oder Inkontinenz-Slips für Männer den Alltag deutlich erleichtern. Sie helfen, Urin sicher aufzufangen. Deutlich diskreter sind jedoch die eingangs erwähnten Klemmen.

Genau diese finden Sie in Top-Qualität bei uns. Wir bieten Ihnen Modelle wie die Dribblestop Inkontinenzklemme und die Uriclak Inkontinenzklemme an. Diese sind mehrfach wiederverwendbar und können leicht gereinigt werden. Sie dienen zum Schutz der Unterwäsche und verhindern, dass es zu einem ungewollten Urinabgang kommt. Sollten Sie lieber auf ein Band vertrauen wollen, das Sie während des Kontinenztrainings begleitet, können Sie auf unser Prosecca Band zurückgreifen. Dieses kann noch individueller angepasst werden.

Hilfsmittel für Inkontinenz nach Prostata-OP

Zusammenfassung: Inkontinenz nach Prostata-OPeration

Die Inkontinenz nach einem Eingriff an der Prostata ist in den ersten Wochen vollkommen natürlich. Meist handelt es sich um eine Belastungsinkontinenz, weil nach der Operation der äußere Schließmuskel die Harnkontrolle ohne Unterstützung übernehmen muss. In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden mit Zeit, Beckenbodentraining und unterstützenden Maßnahmen deutlich.

Hilfsmittel aus unserem Shop können Sie in den schwierigen Phasen unterstützen. Nutzen Sie unsere Klemmen und sehen Sie sich gerne im Sortiment um. Falls wir Ihnen weiterhelfen dürfen, kontaktieren Sie uns.

Weitere Blogartikel